Piercings: Geschichte, Trends und Risiken

Piercings sind schon seit Jahrhunderten Teil verschiedener Kulturen und haben auch hierzulande ihren festen Platz in der Jugendkultur und Subkulturen. Besonders beliebt sind Gesichtspiercings und das sogenannte Tunnelpiercing. Doch auch hier gibt es Trends und Entwicklungen, die sich im Laufe der Jahre verändert haben. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte der Piercings, aktuelle Trends und Risiken, die bei dieser Körperkunst beachtet werden müssen.

Die Geschichte der Piercings

Piercings: Geschichte, Trends und Risiken
Piercings: Geschichte, Trends und Risiken

Piercings haben eine lange Geschichte und wurden bereits vor tausenden von Jahren in verschiedenen Kulturen praktiziert. In manchen afrikanischen und amerikanischen Stämmen galten Piercings als Zeichen der Zugehörigkeit und wurden aus religiösen oder rituellen Gründen gestochen. Auch in Indien oder Thailand sind Piercings bis heute weit verbreitet und Teil der Kultur.

In der westlichen Welt wurden Piercings erst in den 1970er Jahren bekannter und entwickelten sich in den 80er und 90er Jahren zu einem Modetrend. In den letzten Jahren haben sich die Trends in Bezug auf die Körperstellen, an denen Piercings gestochen werden, verändert.

Aktuelle Trends bei Piercings

Heute sind vor allem Tunnel-, Intim- oder Brustwarzenpiercings sehr beliebt. Einige Prominente, wie Miley Cyrus, haben diese Trends vorangetrieben und machen sie damit auch bei der breiten Öffentlichkeit bekannt. Besonders das Tunnelpiercing erfreut sich großer Beliebtheit und wird oft als Schmuckstück genutzt, um sich von der Masse abzuheben.

Risiken bei Piercings

Wenn man sich für ein Piercing entscheidet, sollte man sich der Risiken bewusst sein. Das Piercing sollte fachgerecht gestochen werden, um Komplikationen und eine verlängerte Heildauer zu vermeiden. Es sollte nicht unter Einfluss von Koffein, Alkohol oder blutverdünnenden Medikamenten gestochen werden, da dies zu Kreislauf- und Blutgerinnungsproblemen führen kann.

Auch wenn das Piercing fachgerecht gestochen wird, können Probleme auftreten. So kann zum Beispiel ein falscher Nerv getroffen werden oder es kann zu Entzündungen kommen. Der Heilungsprozess hängt von der Körperstelle ab und kann zwischen 2 Wochen bis zu 6 Monaten dauern.

Rechtliche Aspekte von Piercings

Die Durchführung von Piercings ist rechtlich gesehen eine strafbare Körperverletzung. In Deutschland darf jedoch grundsätzlich jeder gepierct werden, solange der Kunde vor dem Piercen eine schriftliche Einverständniserklärung abgibt, die den Piercer vor möglichen rechtlichen Folgen schützt. Eine solche Einverständniserklärung müssen auch die Eltern von Minderjährigen unterzeichnen.

Die Beratungs- und Aufklärungspflicht des Piercers

Der Piercer hat eine Beratungs- und Aufklärungspflicht gegenüber dem Kunden. Er muss den Klienten vor dem Piercen auf mögliche Komplikationen und Risiken hinweisen. Außerdem sollte er über die Hygienebedingungen und das Material des Piercings informieren.

Das richtige Material für das Piercing

Bei der Auswahl des Materials für das Piercing sollte man vorsichtig sein. Das Piercing, welches beim Stechen eingesetzt wird, sollte nur aus Titan, Implantanium oder Nobium bestehen. Diese Zusammensetzungen haben einen geringen Nickelgehalt und führen damit nicht so schnell zu Entzündungen oder allergischen Reaktionen.

Fazit

Piercings sind Teil einer alten Körperkultur und haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil der Jugend- und Subkulturen entwickelt. Es gibt verschiedene Trends und Entwicklungen, die sich im Laufe der Jahre verändert haben. Wenn man sich für ein Piercing entscheidet, sollte man sich der Risiken bewusst sein und es fachgerecht stechen lassen. Der Piercer hat eine Beratungs- und Aufklärungspflicht gegenüber dem Kunden und sollte auf mögliche Komplikationen und Risiken hinweisen. Auch die Auswahl des Materials für das Piercing ist wichtig, um Entzündungen oder allergische Reaktionen zu vermeiden.

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